Claudia Ehler, Mitarbeiterin Rettungsdienst, Ausschussvorsitzender Thorsten Ohlandt, Dezernent Michael Take, Stephan Romag, Mitarbeiter Rettungsdienst, (verdeckt), Landrat Thorsten Krüger, Rettungsdienstleiter Tim Brockmeyer, Hendrik Rehm, stellv. Ausschussvorsitzender, und Malte Ahrens, Mitarbeiter Rettungsdienst, mit dem neuen Tarifvertrag (v.l.) Foto: Landkreis Cuxhaven
LANDKREIS re ∙ Ab dem 1. Januar 2025 wird der Rettungsdienst im Landkreis Cuxhaven von der dafür gegründeten „Rettungsdienst Cuxland gGmbH“ in Trägerschaft des Landkreises ausgeführt.
Ein eigener Tarifvertrag ist mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) verhandelt und gilt seit dem 1. Juli für die Beschäftigten der „Rettungsdienst Cuxland gGmbH“, die zuvor bei dem privaten Rettungsdienstanbieter Falck beschäftigt waren und zum 1. Januar dieses Jahres durch den Landkreis übernommen wurden. Die Beschäftigten der Kreisverbände des Deutschen Roten Kreuzes Wesermünde und Hadeln, welche derzeit mit der Durchführung des Rettungsdienstes im Landkreis Cuxhaven beauftragt sind, haben die Möglichkeit zum 1. Januar 2025 der „Rettungsdienst Cuxland gGmbH“ beizutreten.
„Wir haben einen innovativen Tarifvertrag mit der Möglichkeit zwei unterschiedliche Schichtsysteme anzubieten – das ist etwas Besonderes“, erklärt Michael Take, der für den Rettungsdienst zuständige Dezernent der Kreisverwaltung Cuxhaven. Die Beschäftigten können nun zwischen dem regulären 12-Stunden- und dem 24-Stunden-Schichtdienst wählen. So können individuelle Lebensumstände und Bedürfnisse besser berücksichtigt werden.„Der Politik war es besonders wichtig, dass die Beschäftigten mit den neuen Arbeitsbedingungen nicht schlechter gestellt werden als bei ihren bisherigen Arbeitgebern – dies ist mit dem Tarifvertrag gelungen“, betont
Thorsten Ohlandt, Vorsitzender des Ausschusses für Ordnungsangelegenheiten des Kreistages. Sein Vertreter im Ausschussvorsitz Hendrik Rehm ergänzt „Das ist ein bemerkenswertes Tarifwerk für einen Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes – es hat Vorbildcharakter.“
„Wir haben diese kommunalen Gesellschaften aufgestellt, um die Gesundheitsversorgung für die Menschen im Landkreis Cuxhaven sicherzustellen“, betont Landrat Thorsten Krüger, und meint damit neben dem Rettungsdienst das Krankenhaus in Otterndorf, welches sich inzwischen wieder in der Trägerschaft des Landkreises befindet. „Natürlich kostet das Geld – aber es ist notwendig und gehört zur Daseinsvorsorge. Dies bestätigt auch die einstimmige Entscheidung des Kreistages zur Kommunalisierung des Rettungsdienstes.“
Der Rettungsdienst und das Krankenhaus sind wichtige Bestandteile der Sicherstellung der Gesundheitsversorgung und des Bevölkerungsschutzes für die Menschen im Flächenlandkreis Cuxhaven. „Hier verfolgen wir eine Gesamtstrategie, die wir in den kommenden Jahren Stück für Stück umsetzen werden“, blickt Krüger nach vorn.