Thomas Brunken wurde von der Stadtpräsidentin von Pila, Beata Dudzinska, offiziell empfangen. In einem ausführlichen Gespräch würdigten beide Seiten die positive Entwicklung der Städtepartnerschaft in den vergangenen drei Jahrzehnten Foto: Privat

CUXHAVEN re ∙
Anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft zwischen Cuxhaven und der polnischen Stadt Pila hat Bürgermeister Thomas Brunken die Stadt Cuxhaven bei den Jubiläumsveranstaltungen in der rund 70.000 Einwohner zählenden Stadt in der Woiwodschaft Großpolen vertreten. Im Mittelpunkt des Besuchs standen die Würdigung der langjährigen Verbundenheit sowie der Blick auf die zukünftige Entwicklung der partnerschaftlichen Beziehungen.

Bereits am Vorabend der offiziellen Feierlichkeiten traf Brunken mit dem Vorsitzenden für die Deutsche Sozial-Kulturelle Gesellschaft in Schneidemühl, Gunter-Berthold Horn, zusammen. Im gemeinsamen Austausch wurde deutlich, dass die Wurzeln der Städtepartnerschaft weit über die offizielle Unterzeichnung des Partnerschaftsabkommens im Jahr 1996 hinausreichen. Menschen mit familiären und historischen Bezügen zum ehemaligen Schneidemühl hatten durch persönliche Begegnungen, gegenseitiges Verständnis und grenzüberschreitende Kontakte den Grundstein für die heutige Freundschaft gelegt.

Am Montag wurde Thomas Brunken von der Stadtpräsidentin von Pila, Beata Dudzinska, offiziell empfangen. In einem ausführlichen Gespräch würdigten beide Seiten die positive Entwicklung der Städtepartnerschaft in den vergangenen drei Jahrzehnten. Gleichzeitig standen aktuelle Herausforderungen sowie Perspektiven für die zukünftige Zusammenarbeit im Mittelpunkt des Austauschs.

Einigkeit bestand darüber, die Beziehungen zwischen beiden Städten weiter auszubauen und insbesondere den persönlichen Austausch zu fördern. Brunken sprach dabei eine Einladung an Stadtpräsidentin Beata Dudzinska aus, die Stadt Cuxhaven zu besuchen.

Im Rahmen des Aufenthalts erhielt die Cuxhavener Delegation zudem einen umfassenden Einblick in die Entwicklung Pilas. Die Stadt hat sich in den vergangenen Jahren zu einem modernen Wirtschafts-, Bildungs- und Verwaltungszentrum in der Region Großpolen entwickelt. Vorgestellt wurden unter anderem aktuelle Investitionen, Infrastrukturprojekte sowie die städtebauliche und wirtschaftliche Entwicklung der Stadt.

Ein besonderer Höhepunkt der Jubiläumsveranstaltungen war das gemeinsame Pflanzen eines Amberbaumes im Stadtpark von Pila. Der Baum wurde bewusst als Symbol für die Städtepartnerschaft gewählt. Wie die Verbindung zwischen beiden Städten soll auch er Wurzeln schlagen, wachsen und künftige Generationen an die Freundschaft zwischen Pila und Cuxhaven erinnern.

In seinem Grußwort betonte Bürgermeister Brunken die besondere Bedeutung kommunaler Partnerschaften für das Zusammenwachsen Europas: „Städtepartnerschaften sind weit mehr als unterzeichnete Dokumente. Sie leben von Menschen, Begegnungen, Erinnerungen und dem Vertrauen, das über viele Jahre hinweg gewachsen ist.“

Zum Abschluss seines Besuchs zog Brunken ein positives Fazit: „Pila ist keine Stadt für einen Tag. Wer die Menschen, die Geschichte und die Entwicklung dieser Stadt erlebt hat, versteht schnell, warum unsere Städtepartnerschaft auch nach 30 Jahren lebendig und wichtig ist. Ich freue mich auf ein Wiedersehen – in Pila oder in Cuxhaven.“

Die Städtepartnerschaft zwischen Cuxhaven und Pila besteht seit dem 24. Mai 1996. Zahlreiche Vereinskontakte, Schüleraustausche, gemeinsame Projekte und persönliche Freundschaften haben in den vergangenen drei Jahrzehnten dazu beigetragen, die Beziehungen nachhaltig zu stärken. Das Jubiläum machte deutlich, dass diese Partnerschaft auch künftig eine wichtige Brücke zwischen Deutschland und Polen bleiben wird.