Die Börde ist keine Bürde für ihn: Frank Springer ist im Rathaus angekommen   Foto: sh

LAMSTEDT sh ∙ Ja, jung ist er mit 37 Jahren. Der neue Bürgermeis­ter der Börde Lamstedt. Aber keiner kann ihm mit dem Vorwurf der Unerfahrenheit kommen. Dafür hat er schon zu viel „auf dem Buckel“. Und das neue Amt zudem noch studiert. Verwaltungsmanagement, um es genauer zu sagen. Nach einer Ausbildung in der Börde zum Verwaltungsfachangestellten. Mit einem kurzen, aber nachhaltigen Eindruck des beruflichen Ausfluges nach Hemmoor als stellvertretender Verwaltungschef der Samtgemeinde.

Jetzt nach den ersten Wochen ein Resumée zu ziehen, erscheint ihm „ein bisschen früh“ wie er sagt. Und macht es dann trotzdem. Weil eben schon viel passiert ist in den letzten Wochen. Das wichtigste für ihn: „Wir reden wieder miteinander in der Börde Lamstedt, über Parteienzugehörigkeiten hinaus.“ Das hat sich der Neue genauso vorgestellt. Er, der die Börde so genau kennt, „und ich hier nicht weg will, warum auch? Auch nicht in fünf Jahren“. Deshalb hat er sehr erfolgreich die Maxime eingeführt, mit allen über alles zu reden. Als Parteiloser ist dies ein guter Weg, schließlich fehlt eine Fraktionsunterstützung. „Da müssen schon die Argumente überzeugen“, sagt er. Das scheint zu klappen.

Erste Ansätze und ein wichtiges Thema in der Börde sind die Ganztagsschule bei den Grundschulen. „Da brauchen wir auch Raum und neue Ideen.“ Man sei auf einem guten Weg Lösungen zu finden. Viel bewegen wird er auch in Sachen „Lambada“ als Schwimmausbildungsstelle für Kinder und Jugendliche. „Das brauchen wir, und ich bin sicher, dass kriegen wir hin.“ Auch in der causa digitale Infrastruktur. Ob Glasfaser oder nicht, sei nicht die Frage. Vielmehr welche technischen Möglichkeiten es als kos­tengünstige Alternative gibt. „Da bin ich mit dem Kreis auf einem guten Weg.“ Dringend angehen möchte er die Frage für zusätzlichen Gewerberaum. Gerne auch in Kooperation mit Nachbargemeinden. „Denn wenn die Gesellschaft Geld verdient, verdient auch die Bevölkerung.“ Das sei so banal wie wahr. Und sein Fazit? „Ich spüre überall eine richtig gute Aufbruchstimmung. Die Börde hat es verdient, auch in Zukunft weiter zu bestehen. Und die Bevölkerung weiß das wertzuschätzen.“