Das Deichbrand-Festival erwies sich auch in diesem Jahr wieder als ein voller Erfolg bei den Besuchern, die friedlich und ausgelassen feierten. Rund 60.000 Besucher täglich zeigten sich begeistert von den Music-Acts wie etwa „MKS“. Und auch das Sicherheitskonzept hat sich bewährt, wie die Bilanz der Polizei zeigt Foto: Deichbrand Festival/Antonina Polukhina

WANHÖDEN re ∙
Der Leiter der Polizeiinspektion Cuxhaven und Gesamteinsatzleiter der Polizei beim Deichbrand-Festival Andreas Lohmann zeigte sich in seinem Abschlussfazit aus polizeilicher Sicht sehr zufrieden. Im Zeitraum von Mittwoch bis Montag (15. bis 20. Juli) besuchten bis zu 60.000 Menschen täglich das Festival und feierten friedlich und ausgelassen miteinander.

„Erneut waren wir mit einer Festival-Wache und verschiedensten Teileinheiten rund um die Uhr im Einsatz. Der direkte und niedrigschwellige Kontakt zu den Kolleginnen und Kollegen wurde von einer Vielzahl der Besuchenden genutzt. Die vielen Gespräche vor Ort zeigen eindeutig, dass wir mit unserem Konzept der nahbaren Polizei goldrichtig liegen und sich alle freuen, dass wir für sie da sind“, so Stephan Hertz, Pressesprecher der Polizeiinspektion Cuxhaven.

Bis Montagmittag wurden nur rund 65 Straftaten registriert. Damit waren es nochmals deutlich weniger Taten als zuvor, was den friedlichen Charakter des Festivals nochmal unterstreicht. Dabei handelte es ich um festivaltypische Straftaten wie Erschleichen von Leistungen (Personen ohne Bändchen auf dem Gelände), einfache Körperverletzungen und eine geringe Anzahl Diebstähle. „Die Gesamtkonzepte rund um Sicherheit und Kriminalität haben sich definitiv bewährt“, so Lohmann.

Auch in diesem Jahr nutzten zahlreiche Festivalgäste die Frühanreise am Mittwoch. Am frühen Abend hatten bereits rund 30.000 Besuchende ihre Tickets gescannt und ihre Bändchen abgeholt. Die Verkehrssituation am Frühanreisetag lief in diesem Jahr sehr zäh und anspruchsvoll. Teilweise kam es rund um das Gelände zu stundenlangen Wartezeiten. Es ereigneten sich im Anreiseverkehr mehrere kleinere Verkehrsunfälle. Viele Besuchende warteten bereits in den Nachtstunden und teilweise am Vorabend vor den Park- und Campingflächen, was die Anreise zusätzlich erschwerte.

Die Ergebnisse der durchgeführten An- sowie Abfahrtkontrollen zeigten sich sehr unauffällig. Vereinzelt wurden Verkehrsdelikte im Bereich Fahren unter Alkohol- oder Betäubungsmitteleinfluss, Fahren ohne Fahrerlaubnis oder Zulassungsdelikte bei den Fahrzeugen festgestellt.

Die Abfahrtkontrollen Sonntagnacht und am Montagvormittag waren ebenfalls unauffällig. Die Veranstaltungen auf und rund um das Gelände verliefen aus polizeilicher Sicht störungsfrei. Eine Einflussnahme auf den Ablauf war zu keinem Zeitpunkt erforderlich. „Besonders positiv ist das vertrauensvolle und reibungslose Miteinander aller Beteiligten – von den Festivalbesuchenden über die Veranstaltenden bis hin zu den Einsatzkräften und Behörden“, hob Andreas Lohmann hervor.

Die Polizeiakademie Niedersachsen war wie schon in den Vorjahren mit einem Infomobil Teil des Polizeiteams auf dem Deichbrand, um aktiv Nachwuchswerbung für den Polizeiberuf zu betreiben. „Stellenweise wurde der Stand regelrecht belagert, es bildeten sich bereits Stunden vor der täglichen Öffnung Warteschlagen. Das zeigt, dass die Entscheidung auf einem Festival aktiv um Nachwuchs zu werben und Imagearbeit zu betreiben, absolut richtig ist“, freute sich Lohmann.