Zum Start ins JFC-Jubiläumsjahr begeisterte im Januar die „Barrelhouse Jazzband“ das Publikum Foto: tw
CUXHAVEN tw ∙ Es war ein fulminanter Start ins neue Jahr für den „Jazz und Folk Cuxhaven e.V.“ (JFC). Die „Barrelhouse-Jazzband“ riss das Publikum mit mitreißenden Klängen mit. Ob alte Jazz-Klassiker oder eigene Kompositionen, bei jedem Stück überzeugte das Septett mit seiner Virtuosität, seiner musikalischen Vielseitigkeit und einem ganz eigenen Sound. Und wurde – wie bei ihrem ersten Auftritt beim JFC vor 17 Jahren – vom Publikum mit Standing-Ovations gefeiert.
Ein Start, der die Qualität widerspiegelt, die sich der Vorsitzende Wolfgang Kuhn sowie sein Stellvertreter Michael Sgryska, Kassenwart Jörg Gerdes, Schriftführerin Ulrike Klein und Jochen Grimm, Beisitzender Technik, auf die Fahne geschrieben haben. „Das war mein Wunsch von Anfang an“, sagt Kuhn, der 1993 das Amt von Gründungsmitglied Peter Gennies übernahm.
Gegründet 1986 mit dem Ziel, dem Jazz eine Heimstatt zu bieten – mit Konzerten, die für alle Interessierten offenstehen – folgten im Lauf der Jahre auch Folk und Blues. „Und das Publikum, das zu uns kommt, kann davon ausgehen, dass bei unseren Konzerten immer Qualität geboten wird“, so Kuhn.
Die Frage, ob es für ihn ein persönliches Highlight in den letzten Jahren gab, kann er nicht beantworten. „Es waren zu viele“. Eines verwundert ihn jedoch immer wieder: Die Aussage „Ach, kann da jeder hin.“ Eindeutige Antwort: „Ja“.
Seit 40 Jahren können sich die Besucher beim JFC auf Künstler vom höchsten Niveau freuen. Brian Auger, Chris Barber, Etta Cameron, Long John Baldry, Carlos Nunez, Inga Rumpf, die Dutch Swing College Band, die NDR-Big-Band, Rick Vito (Ex-Fleetwood Mac), Snowy White (Ex Pink Floyd), Edo Zanki, Titi Winterstein und das Taj Mahal Trio sind nur einige der prominenten Gäste, die dank des JFC in den Hapag-Hallen zu erleben waren.
National und international anerkannte Künstler, die nicht nur Auszeichnungen und Preise ihr Eigen nennen, sondern auch schon an namhaften Orten wie der Fabrik, der Laeiszhalle oder der Elbphilharmonie in Hamburg, dem Pariser Olympia, der Royal Albert Hall London sowie der Sydney Opera aufgetreten sind oder die in ihren Heimatländern schon große Stadien gefüllt haben.
Der rein ehrenamtlich geführte Verein schaut auch immer mal wieder über die Grenzen des Jazz, Folk und Blues hinaus. „Wir hatten mit ‚Huun-Huur-Tu‘ auch schon Obertongesang bei uns, oder mit Edson Cordero einen Countertenor und beim ‚Ensemble Noisten‘ konnte das Publikum einen tanzenden Derwisch erleben“, so Kuhn.
Und von Zeit zu Zeit gab und gibt der JFC auch noch unbekannten Künstlern eine Chance. Wie etwa der Band „Reckless Pedestrians“, mit einem Sänger, der danach mit seiner Band „Reamonn“ sowie als Singer und Songwriter Karriere machte – Rea Garvey.
Diese Künstler dann in der ungezwungenen Atmosphäre der Hapag-Hallen zu erleben, ist etwas ganz besonderes, wie Wolfgang Kuhn findet. „Dazu trägt auch bei, dass die Musiker auf einem nur etwas erhöhten Podest sehr dicht vor dem Publikum spielen, was zu wesentlich intensiverem Erlebnis der Konzerte beiträgt als bei vielen anderen Spielorten. Der Club-Charakter bleibt gewahrt“, sagt er.
In diesem Jahr kann sich das Publikum auf folgende Musiker und Bands freuen. Den Start macht am 15. März das „Irish Heartbeat Festival“, am 25. April ist Torsten Zwingenberg mit den „Berlin 21 Streetworkers“ zu Gast, und am 16. Mai folgt Danny Bryant mit seinem Quintett. (Mehr zu den drei Veranstaltung im weiteren Bericht auf dieser Seite). Am 26. September kommt „Wildes Holz“ in die Hapag-Hallen. Und am 31. Oktober steht der Höhepunkt des Veranstaltungsjahres an, das Jubiläumskonzert mit dem Gregor Hilden Trio und den Gästen Big Daddy Wilson, Tommy Schneller sowie Deborah Woodson. Zum Abschluss des Veranstaltungsjahres geben sich dann die „Nighthawks“ am 27. November beim JFC die Ehre.