Bevor es nach Aachen zum Weltrekordversuch geht, sind die Haflingerfreunde Kreis Cuxhaven wie im letzten Jahr beim Duhner Wattrennen mit ihrer Quadrille dabei Foto: tw
LANDKREIS re ∙ Auf den Reitplätzen der Haflingerfreunde Kreis Cuxhaven herrscht derzeit Hochbetrieb. Pferde und Reiterinnen trainieren mit großer Leidenschaft für zwei Veranstaltungen, die unterschiedlicher kaum sein könnten – und doch eines gemeinsam haben: Sie sollen die Vielseitigkeit, den Zusammenhalt und die Begeisterung für die beliebten goldfarbenen Haflinger eindrucksvoll unter Beweis stellen.
Den Auftakt bildet am 9. August das traditionsreiche Duhner Wattrennen. Seit vielen Jahren gehören die Haflingerfreunde Kreis Cuxhaven fest zu diesem außergewöhnlichen Ereignis an der Nordseeküste. Auch in diesem Jahr werden sie wieder mit einem imposanten Spalier Teil der Veranstaltung sein und die Besucher auf Deutschlands einzigartiger Pferderennbahn im Wattenmeer willkommen heißen.
Ein besonderer Höhepunkt ist dabei die traditionelle Quadrille, die die Haflingerfreunde Jahr für Jahr mit viel Liebe zum Detail neu einstudieren. Dafür wird nicht nur eine völlig neue Choreografie entwickelt – auch die Kostüme werden jedes Jahr passend zum gewählten Motto neu entworfen und angefertigt. Wochenlange Vorbereitung, Kreativität und unzählige Trainingsstunden stecken hinter dem Auftritt, der für viele Besucher inzwischen zu den festen Höhepunkten des Duhner Wattrennens gehört.
Doch nur wenige Tage später wartet die wohl größte Herausforderung der Vereinsgeschichte. Am 17. August reisen die Haflingerfreunde nach Aachen. Im Rahmen der FEI World Championships Aachen 2026 findet dort ein großer Tag der offenen Tür statt. Zahlreiche Besucher werden zu einem abwechslungsreichen Schauprogramm erwartet – mittendrin die Haflinger.
Gemeinsam mit Haflingerfreunden aus ganz Europa wollen die Cuxhavener Teil eines spektakulären Weltrekordversuchs werden. Das Ziel ist ehrgeizig: 160 Haflinger sollen gleichzeitig eine aufwendig einstudierte Choreografie präsentieren und damit einen neuen Weltrekord aufstellen.
Auch aus Norddeutschland hat sich bereits eine Gruppe gebildet, die seit Wochen intensiv trainiert. Jede Formation, jede Wendung und jeder Abstand müssen stimmen. Was auf den ersten Blick spielerisch aussieht, erfordert höchste Konzentration, präzises Zusammenspiel und vor allem ein großes Vertrauen zwischen Mensch und Pferd.
„Ein solches Projekt erlebt man vermutlich nur einmal im Leben“, sind sich viele Teilnehmer einig. Entsprechend groß ist die Vorfreude, Teil dieses außergewöhnlichen Ereignisses zu sein und den Norden in Aachen würdig zu vertreten.