Bundestagsabgeordneter Christoph Frauenpreiß, Franziska Schmieg, Geschäftsführerin, Simon Ohr, Ferienbauernhof Ohr, Bundesvorsitzende Ute Mushardt aus Otterndorf, Dr. Christoph Ploß, Gerda Walser, stellv. Vorsitzende, Martin Schulz, Vorstandsmitglied (v.l.) Foto: Privat

BERLIN/LANDKREIS re ∙ Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah… „Ferien auf dem Bauernhof erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit“, so der CDU Bundestagsabgeordnete Christoph Frauenpreiß, und bekennender Fan dieser Urlaubsform. „Daher hat es mich sehr gefreut, mich gemeinsam mit unserem Koordinator für Tourismus, Dr. Christoph Ploß, mit Ute Mushardt, Bundesvorsitzende des Verbands Urlaub auf dem Bauernhof und Landtourismus zu einem intensiven Austausch über die aktuelle Marktsituation und die Zukunftsperspektiven des Landtourismus zu treffen.“

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die wirtschaftliche Entwicklung der Branche, die wachsenden Erwartungen der Gäs­te sowie die strukturellen Herausforderungen für landtouristische Anbieter. Einigkeit bestand darüber, dass „Urlaub auf dem Bauernhof“ nicht nur ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für ländliche Räume ist, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung und zur Stärkung nachhaltiger Tourismusangebote leistet.

„Gerade in unseren Küs­ten- und ländlichen Regionen ist der Landtourismus ein unverzichtbarer Bestandteil eines vielfältigen touristischen Angebots“, betonte Frauenpreiß. „Die Betriebe leisten einen wichtigen Beitrag zur Attraktivität des ländlichen Raums und verbinden Erholung mit authentischen Einblicken in Landwirtschaft und regionale Kultur.“

Ein weiterer Schwerpunkt des Treffens war die Umsetzung der Nationalen Tourismusstrategie der Bundesregierung. Dabei wurde insbesondere erörtert, wie landtouristische Betriebe noch stärker von Fördermaßnahmen profitieren und in strategische Entwicklungen eingebunden werden können.

So unterstreicht Frauenpreiß: „Die Nationale Tourismusstrategie bietet die Chance, den Landtourismus gezielt zu stärken. Entscheidend ist, bürokratische Hürden abzubauen, Investitionen zu erleichtern und die Digitalisierung in den Betrieben voranzubringen.“

Die Bundesvorsitzende des Verbands machte zugleich auf zentrale Herausforderungen aufmerksam. Dazu zählen steigende Betriebskosten, Fachkräftemangel, zunehmende regulatorische Anforderungen sowie der Investitionsbedarf in nachhaltige und digitale Angebote. Für die Tourismusregion Cuxhaven und die Elbe-Weser-Region sehen die Gesprächspartner großes Potenzial. Die Kombination aus Küstenlandschaft, landwirtschaftlicher Prägung und naturnahen Erholungsangeboten biete ideale Voraussetzungen, um den Landtourismus weiter auszubauen und neue Zielgruppen anzusprechen.

Frauenpreiß kündigte an, die Anliegen der Branche weiterhin aktiv in die politische Arbeit einzubringen: „Wir brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, damit unsere landtouristischen Betriebe auch künftig erfolgreich wirtschaften können. Nur so bleibt der ländliche Raum lebendig und wettbewerbsfähig.“

Das Gespräch soll in engem Austausch fortgesetzt werden, um konkrete Lösungsansätze für die Weiterentwicklung des Landtourismus zu erarbeiten.