„Sandy Brechin & Friends“ brachten echtes schottisches Flair auf die Bühne der Festhalle Neuhaus Fotos: tw

NEUHAUS tw ∙ „Das ist zum zweiten Mal wunderbar.“ Die Freundinnen Carina, Sonja und Kiki waren begeistert von der Neuauflage der „Scottish Night“ in der Festhalle Neuhaus. Präsentiert vom „Bunten Flecken e.V.“ und organisiert von Stefan Gudegast, verstanden es die auftretenden Bands das Motto „Experience the Magic“ jeder auf seine eigene Art und Weise auf die Bühne zu bringen.

Für typisch schottischen Sound sorgten die „­North Coast Area Pipes and Drums“ mit ihrem Bandleader Sven Altenbeck. Neben Klassikern wie etwa „Mull of Kintyre“ hatten sie auch neue Stücke wie „Sailing“ oder „Hallelujah“ mit im Gepäck. Ihr Können bewiesen sie dann aber vor allem im Zusammenspiel mit ­„Callanish“. Ist Sven Altenbeck – der seit 32 Jahren Dudelsack spielt und seit 2021 jährlich bei der „Schottischen Musikparade“ mit dabei ist – doch auch Gründungsmitglied der Band, die Rock-Songs mit keltischer Seele auf die Bühne bringt. Und das nach einjähriger Pause nicht nur mit neuem Sänger und Gitarristen, sondern auch voller Power und mit neuen rockigen Songs.

„Die Premiere ist echt eingeschlagen, die Stimmung war absolut mega“, freut sich Stefan Gudegast, von Anfang an Schlagzeuger bei „Callanish“. Bekannt für traditionellen Folk, treibenden Celtic-Rock, Dudelsack-Melodien und gefühlvollen Balladen haben sie auch dank ihres neuen Sängers Christian Schütt eine Schippe draufgelegt. Dieser verstand es nicht nur mit seiner kräftigen, rauen Stimme und Songs wie „Turn the light off“ zu begeistern, sondern mit seinem Charisma auch das Publikum mitzureißen. Die Feuerprobe bestanden hat auch Gitarrist Cedric Schröder, sorgte er doch im Zusammenspiel mit seinen Bandkollegen – zu denen auch Rickmer Claasen am Keyboard und Jürgen Tschimmel an der Bassgitarre gehören – für gute Stimmung und Spaß auf der Bühne.

Vor dem Zusammenspiel mit „Callanish“ konnten sich die ­North Coast Area Pipes and Drums“ aber noch eine Pause gönnen. Denn zuvor gab es ein Wiedersehen mit „MacPiet“ – auch er ein Garant für gute Musik und gute Stimmung, die schnell auf das Publikum übersprang, versteht er es doch irisch-schottische Pub-Atmosphäre auf die Bühne zu bringen und dabei seinem Credo als „inoffizieller Botschafter der Irish-Pub-Kultur in Deutschland“ mehr als gerecht werden. Zu seinen Interpretationen von Folk- und Rockklassikern wurde denn auch kräftig gefeiert. Ebenso wie beim darauffolgenden „Callanish“-Auftritt.

Doch wer dachte, danach wäre der Abend zu Ende und nach Haus ging, verpasste den krönenden Abschluss mit „Sandy Brechin & Friends“, auch wenn sich deren Auftritt durch eine technische Panne leicht verzögerte. Mit Sandy Brechin aus Edinburgh stand einer der bekanntesten Akkordeon-Spieler Schottlands auf der Bühne, der mit Sängerin Joanna Scott Douglas, dem Gitarristen Jan Jedding und der Fiddlerin Julia Dignan Schottlands Folktraditionen neu interpretiert auf die Bühne brachte, mal gefühlvoll, mal voller Schwung, unterlegt mit einem Hauch von Humor, und einem Funken, der schnell aufs Publikum übersprang.

„Das war ein toller Erfolg“, zeigte sich Stefan Gudegast begeistert von der guten Stimmung bei der zweiten „Scottish Night“. Und er kann sich deshalb gut vorstellen, dass diese im nächsten Jahr erneut in die Verlängerung geht. Ob und wann steht noch nicht fest. Ein anderer Termin ist jedoch schon eingeplant. Nach der erfolgreichen Preview gibt es am 3. April nächsten Jahres im Brauhaus Alt Neuhaus ein Wiedersehen mit „Callanish“.