Landrat Thorsten Krüger (6.v.r.) und Oberbürgermeister Uwe Santjer (4.v.l.) bei der Grundsteinlegung   Foto: Landkreis

CUXHAVEN re ∙ Unter Teilnahme von Landrat Thorsten Krüger und dem Cuxhavener Oberbürgermeister Uwe Santjer wurde gemeinsam mit Politikern des Deutschen Bundestages, des Land- und Kreistages sowie des Stadtrates jetzt der Grundstein für den Ersatzneubau der Cuxhavener Rundturnhalle gelegt.

„Welchen Namen die neue Halle erhalten wird, ist noch nicht klar. Dies werden wir die Einwohnenden des Cuxlandes in einem Wettbewerb entscheiden lassen“, so Thorsten Krüger bei der Grundsteinlegung. Der derzeitige Arbeitstitel der Halle lautet „Große Kreissporthalle Cuxhaven“. „Wir haben bei der Planung über die üblich eindimensionale Denkweise hinausgedacht. So werden wir diese nachhaltig gebaute Halle neben dem Sport, im Falle einer Katastrophe, für die unterschiedlichsten Aufgaben nutzen können. Dank der Bewilligung der Mittel von Kreistag und Beteiligung der Stadt, sowie durch die Förderung des Bundes für diese multifunktionale Halle können wir dieses Projekt umsetzten. Solche Investitionen für die Bevölkerung vor Ort stärken die Demokratie im gesamten Landkreis Cuxhaven. Ich wünsche mir, dass die Halle zukünftig von allen Einwohnenden des Cuxlandes rege genutzt wird“, so Krüger.

Oberbürgermeister Uwe Santjer freute sich über die Grundsteinlegung: „Es ist gut, dass nach jahrelanger Diskussion nun der Startschuss gefallen ist, die Sporthalle an der Beethovenallee neu zu bauen. Wir schaffen nach der Fertigstellung des Hallenbades und nun durch den Bau der neuen Sporthalle beste Voraussetzungen für die Kinder und Jugendlichen, für die Schulen und Kindergärten, für die Vereine, für den Lehr- und Trainingsbetrieb sowie die vielfältigen Wettkämpfe der Sportarten. Davon werden die Sportler aus der Stadt Cuxhaven, dem Landkreis Cuxhaven und darüber hinaus profitieren. Für uns als Stadt ist es ebenso wichtig, dass wir auch weiterhin sportliche Großveranstaltungen abhalten können und dafür sind wir mit dem Landkreis in guten Gesprächen.“

Die Halle wird im Falle einer Katastrophe im Landkreis Cuxhaven für die Unterbringung/Versorgung der Bevölkerung eingesetzt. Sie kann bei einem Stromausfall über eine externe Notstromversorgung weiterbetrieben werden. Die Fertigstellung der Halle wird im November 2025 erwartet.
Die Halle wird aus rund 40.000 Kubikmeter umbauten Raum und knapp 6.000 Quadratmeter Fläche bestehen. Es wurden etwa 240 Verdrängungspfähle gesetzt und die Baukosten belaufen sich auf 24.900.000 Euro. Das Bauprojekt wird gefördert mit Bundesmitteln aus dem Bundesprogramm Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur.

Die Halle wird aus vier Hallenteilen, drei zusammenhängenden und einem separaten Hallenteil bestehen. Es wird einen Mehrzweckraum, für verschiedenste Kleinstsportgruppen geben. In der Halle werden zwölf Umkleidekabinen, davon zwei komplett barrierefrei, vorgehalten. Es wird eine Außenkabine, eine Außentoilette sowie Geräteräume für die Sporttreibenden des Jahnsportplatzes geben, die nur von außen zugänglich sind. Die Halle wird mit einer 170kWp Photovoltaikanlage, sechs Wärmepumpen für eine nachhaltige Wärmeerzeugung ausgestattet.
Es werden zum Bau alte Baustoffe wiederverwendet. Ob die Halle mit einem Glasboden ausgestattet werden wird, wird noch seitens der Politik entschieden.
In der Halle werden knapp 1.200 Zuschauerplätze (550 Plätze fest, 650 Plätze über ausziehbare Tribüne) sowie Vorrüstungen unter der Decke für Licht- und Bühnentechnik vorhanden sein, sodass die Halle für die verschiedensten Sportveranstaltungen ausgelegt ist.