Olaf Lies (l.) und Holger Banik präsentieren das aktuelle Gutachten zu den Beschäftigungswirkungen der niedersächsischen Seehäfen Foto: Burmann
OLDENBURG re ∙ Im Jahr 2023 waren insgesamt 74.437 Personen in Niedersachsen über ihre Jobs direkt oder indirekt von den Aktivitäten der Seehäfen abhängig. Das ist ein Plus von rund 3.000 Beschäftigten gegenüber 2020. Allein in den Hafenregionen an der Küste sichern die Häfen 49.369 Arbeitsplätze, 1.995 mehr als noch im Jahr 2020.
Diese hafenabhängigen Arbeitsplätze generieren eine Bruttowertschöpfung von 5,885 Milliarden Euro und sorgen für 783 Millionen Euro Steuereinnahmen für das Land Niedersachsen. Die volkswirtschaftliche Bedeutung der niedersächsischen Häfen nimmt weiter zu.
Olaf Lies, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Verkehr, Bauen und Digitalisierung, betont: „Unsere Seehäfen sind weit mehr als Umschlagplätze – sie sind unverzichtbare Lebensadern für die Versorgungssicherheit unseres Landes. Sie sichern Arbeitsplätze, schaffen Wertschöpfung und stärken unsere Unabhängigkeit durch den Güter- und Warenumschlag ebenso wie zunehmend auch durch ihren Beitrag zu unserer Energieversorgung. Diese Zahlen zeigen: Niedersachsens Häfen sind ein zentraler Pfeiler wirtschaftlicher Resilienz – nicht nur für die Küste, sondern für ganz Deutschland.“
Im Jahr 2023 waren die meisten hafenabhängig Beschäftigten in Emden mit 9.367 Personen sowie in Wilhelmshaven mit 9.250 Personen tätig. Es folgen Papenburg mit 6.254 Beschäftigten und Stade mit 4.563 Beschäftigten. In den Regionen Cuxhaven (3.225), Brake (2.565), Oldenburg (2.404) und Nordenham (1.872) lag die Zahl jeweils im unteren bis mittleren Bereich. Leer verzeichnete 869 hafenabhängig Beschäftigte. Zusätzlich sind rund 9.000 Personen in Bereichen wie Marine, Verwaltung und weiteren überregionalen Institutionen tätig, die keinem einzelnen Standort direkt zugeordnet sind.
Die Hafenregion Wilhelmshaven verzeichnete von 2020 bis 2023 den stärksten Zuwachs aller Hafenstandorte: Die Zahl der hafenabhängig Beschäftigten stieg um rund 1.600 Personen – ein Anstieg von über 21 Prozent.
Holger Banik, Geschäftsführer der Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG sowie der JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG, erklärt: „Die Investitionen in unsere Hafeninfrastruktur wirken als starker Impulsgeber für privates Engagement. Dort, wo das Land leistungsfähige Voraussetzungen schafft, investieren Unternehmen der Hafenwirtschaft in moderne Anlagen, Dienstleistungen und Arbeitsplätze. Diese enge Verzahnung ist der Schlüssel für eine zukunftsfähige Hafenentwicklung.“
Das aktuelle Gutachten setzt die Studienreihe von Dr. Holocher und Dr. Wengelowski fort, die seit 2010 regelmäßig die wirtschaftliche Bedeutung der niedersächsischen Seehäfen untersuchen. Der Download des Gutachtens ist unter https://cloud.nports.org/index.php/s/2JRXDLog6KRRGc3 möglich.