Ergänzen sich perfekt in ihren Themen und Ansichten zur Kunst: Katrin Schütte (l.) und Edeltraud Hennemann  Foto: tw

CUXHAVEN tw ∙ Häuser und Gebäude in vielen Variationen, die Menschen, die in ihnen leben und die Natur, die sie umgibt – es ist ein klar definiertes und doch breites Spektrum, mit dem sich die beiden Künstlerinnen Edeltraud Hennemann und Katrin Schütte beschäftigen. Die eine vor allem mit Objekten und Skulpturen, die andere mit Ölmalerei.
Das Interesse für gemeinsame Themen und Anliegen in der Kunst brachte sie vor vielen Jahren zusammen und auf die Idee, Ausstellungen gemeinsam zu konzipieren. Mit ihrem Thema sind sie „Mittendrin“, so auch der Titel ihrer aktuellen Ausstellung, die am Sonntag, 11. Februar, um 11 Uhr mit einem Grußwort von Bürgermeis­terin Christine Babacé und einführenden Worten der Künstlerin Conny Wischhusen eröffnet wird.

Häuser und Gebäude in allen Variationen haben Katrin Schütte schon immer fasziniert. Und sie ist immer noch erstaunt, wie groß das Thema ist, gehe es doch um vielmehr als nur die Gebäudehülle, sondern auch um den Schutzraum, den Häuser bieten. „Ein elementares Thema“, ist sich Katrin Schütte mit Edeltraud Hennemann einig, die auch „den Schutzraum Seele als inneres Haus“ mit einbezieht.
Katrin Schütte hat sich schon fast ihr ganzes Leben mit Kunst beschäftigt. Von 1992 bis 1996 hat sie an der Hochschule für Kunst im Sozialen in Ottersberg studiert. 2022 erhielt sie den Sonderpreis des Paula Modersohn-Becker Kunstpreises. Ihr ist es wichtig, dass die Betrachter in ihren Bildern selber suchen und finden können. „Ich spiele mit unseren Vorstellungen und Bildern und was wir damit assoziieren.“ Dabei bewegt sie sich nicht im Farbspektrum der Natur, sondern wählt die Farben „die mir guttun“. Vorherrschend sind die Töne Blau/Grün oder Rot/Grau.

Auch Edeltraud Hennemann trug „die Kunst schon als Kind in sich“, wie sie sagt. Auch ihre Affinität zu Holz wird schon in ihrer Kindheit geprägt; als junge Frau hat sie ihre Möbel selbst gebaut. Was in ihr den Wunsch weckte Tischlerin zu werden, wenn die Kinder groß sind. Doch dann ist es die freie Kunst geworden, die sie dazu bewegte von 2003 bis 2007 an der Hochschule für Künste in Bremen zu studieren.
In ihren bildhauerischen Werken ist die Kettensäge das gestalterische Werkzeug. Eine Arbeit, bei der man ganz bei sich sein müsse, erklärt sie die Faszination für das Metier. „Die Gedanken dürfen nicht abschweifen“, betonte sie. Denn bei der Arbeit mit der Kettensäge müsse man die Skulptur, die man erschaffen wolle, genau im Kopf haben, dürfe nicht zu viel entfernen.

Für beide Künstlerinnen ist das Konzipieren einer Ausstellung Teil ihrer Kunst. Gehe es doch um mehr als nur Bild an Bild aufzuhängen. Sie setzen in jeder Ausstellung ein neues Thema, einen neuen Schwerpunkt und lassen auch die Räume, in denen sie ausstellen, auf sich wirken. In ihren gemeinsamen Ausstellungen ist es vor allem auch der Spannungsbogen zwischen Gemälde und Skulptur, der den Aufbau der Ausstellung bestimmt. „Das Zusammenspiel muss stimmig sein“, so Hennemann.
Davon können sich die Besucher bis 1. April in der Ausstellung „Mittendrin“ überzeugen. Sie ist dienstags und mittwochs von 11 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr sowie samstags (jeden ers­ten Samstag im Monat geschlossen) und sonntags von 11 bis 15 Uhr geöffnet.