Die Freude war Kevin Braye (r.) ins Gesicht geschrieben. Nach seinem erfolgreichen Ritt mit „Night Sky“ beim Großen Preis des Landkreises gratulierte ihm auch Albert Darboven (l.) Foto: tw
CUXHAVEN tw ∙ „Wir haben keine Schlickfelder, keinen Priel – die Bahn ist top.“ Und da auch noch das Wetter mitspielte, „sind das perfekte Voraussetzungen für das Duhner Wattrennen“, sagte Jos van der Meer, Präsident des Vereins für Pferderennen auf dem Duhner Watt. Voraussetzungen, die auch dazu führten, dass die Rennbahn 30 Meter näher ans Publikum herangerückt ist.
Und so hatten die rund 12.000 Besucher perfekte Sicht auf spannende Trab- und Galopprennen, und das Rahmenprogramm, unter anderem mit den Cuxland-Parforcehornbläser, einer Haflinger-Quadrille mit dem Schaubild „Mozart“ oder der Prieltaufe durch Meeresgott Neptun.
Einer der Höhepunkte des Tages war der Wanderpokal des Niedersächsischen Ministerpräsidenten. „Das ist eine tolle neue Erfahrung“, sagte der Gewinner Kevin Braye, auch wenn er sich auf dem weiten Feld ein bisschen verloren vorkam.“ Er war mit seinem Pferd „Night Sky“ aus Frankreich angereist, wo er hauptberuflich als Krankenpfleger tätig ist. Sein Zweitleben als Jockey ist für ihn sein Hobby. Ein sehr erfolgreiches; erlebten ihn die Zuschauer an diesem Tag in einem Rennen mit einem packenden Endspurt.
Den Wanderpokal des Niedersächsischen Ministerpräsidenten überreichte der Landesherr Olaf Lies persönlich. Das mit insgesamt 6.000 Euro dotierte Rennen wird gesponsert durch J.J. Darbowen und die Cuxhaven-Niederelbe-Verlagsgesellschaft. Ein Glückwunsch kam deshalb nicht nur von Ministerpräsident Olaf Lies und CNV-Geschäftsführer Ralf Drossner, sondern auch von Unternehmer und Gestütsbesitzer Albert Darboven, der es sich nicht nehmen ließ, mit seinen 89 Jahren extra nach Cuxhaven zu kommen, um den Preis mit zu übergeben. „Das war ein super Rennen“, befand er. Mit einem Ergebnis, das Pferd und Jockey zu verdanken sei. Und es war ein wahrlich spannendes Rennen, denn mit dem am Ende zweitplatzierten, Robin Weber auf „Winterweide“, lag Braye bis kurz vor Schluss fast gleichauf.
Bereits beim Empfang der Ehrengäste vor dem offiziellen Beginn des einmaligen Rennens auf dem Meeresboden, dankte Jos von der Meer den rund 1.000 Ehrenamtlichen, die mithelfen, das Wattrennen auf die Beine zu stellen. „Es ist nicht selbstverständlich, Zeit gegen Freizeit einzutauschen“, betonte er.
Dem konnte sich auch Oberbürgermeister Uwe Santjer nur anschließen. „Weltweit gibt es keine Veranstaltung, die so gut getaktet ist“, sagte er. „Herzlich Dank, für das, was sie hier leisten, das sucht seinesgleichen. Und dass wir heute durch so hochkarätigen Besuch unterstützt werden, zeigt die Verbindung zu Stadt und Landkreis Cuxhaven.“ War doch nicht nur Ministerpräsident Olaf Lies, sondern auch Innenministerin Daniela Behrens vor Ort. Ein Grußwort kam zudem von Kreisrätin Andrea Pospich, die anstelle von Landrat Thorsten Krüger kam, der zeitgleich beim Dobrock-Turnier den Landkreis vertrat.
Olaf Lies hob in seiner Rede den Wert der ehrenamtlichen Arbeit hervor, „denn ohne sie würde vieles nicht laufen.“ Der Zusammenhalt, das Miteinander sei großartig. „Deshalb sollten wir stolz und froh sein, über das, was gut ist, und dann daran arbeiten, dass das, was nicht so gut läuft, besser wird.“
Er sang auch ein kleines Hohelied auf den „unglaublichen Aufschwung“ von Cuxhaven. Er hob vor allem das Zusammenspiel von Tourismus und Wirtschaft hervor, „das ist einmalig“. Und Cuxhaven sei der Ort, der mit der Offshore-Industrie dafür sorge, das Deutschland seine Klimaziele erreicht. „Wir sind auf dem richtigen Weg, und Cuxhaven ist der Beweis dafür, das Erneuerbare Energien möglich sind.“
Nach dem Empfang standen dann aber die Pferde im Mittelpunkt, nachdem Neptun mit seinem Gefolge das Wattrennen offiziell eröffnet hatte. Alle Ergebnisse unter www.duhner-wattrennen.de.