Die spannende Detektivgeschichte von Erich Kästner in der Inszenierung von Julia Brettschneider überträgt die zeitlose Geschichte in die Gegenwart   Foto: Zenna

STADE re ∙ Ein junger Held, ein gefährlicher Verbrecher und Freunde und Freundinnen, auf die man sich verlassen kann. Erich Kästner kennt das Rezept für eine spannende Detektivgeschichte. Am Sonntag, 11. Februar, um 15 Uhr ist die erfolgreichste Krimigeschichte für Kinder aller Zeiten in einer Neuinszenierung des Theaters der jungen Welt Leipzig im Stadeum zu erleben. Die Botschaft des Klassikers ist zeitlos aktuell: Gemeinsam kann man Berge versetzen.

Emil Tischbein fährt zum ersten Mal allein mit dem Zug nach Berlin. Im Gepäck 140 Mark für seine Großmutter, mit einer Sicherheitsnadel an seinem Anzug befestigt. Doch das Unglück passiert: Emil schläft während der Zugfahrt ein und das ganze Geld ist weg. Das kann nur einer gewesen sein: der Mann mit dem karierten Hut! Emil nimmt kurzerhand die Verfolgung auf. Im Großstadtdschungel aber droht er die Spur des Diebes zu verlieren. Welch ein Glück für Emil, dass er Pony kennenlernt. Das Mädchen ist echt ne Wucht und eine wirklich gute Freundin. Werden sie es schaffen, gemeinsam den Verbrecher zu stellen und das Geld zurückzubekommen?

Kann man mit nur zwei Schauspielern Erich Kästners „Emil und die Detektive“ auf die Bühne bringen? Kann man. Das beweist das Theater der Jungen Welt, Deutschlands ältestes Kinder- und Jugendtheater, mit einer wunderbar leichtfüßigen Inszenierung von Julia Brettschneider. Erich Kästners erstes Kinderbuch beeinflusste die Kinderliteratur nachhaltig. Das Buch zeigt, dass man mit Offenheit, Mut, Solidarität und Witz meist durch die kniffeligsten Situationen kommt. Die Zwei-Personen-Fassung aus Leipzig überträgt diese zeitlose Botschaft gekonnt in die Gegenwart. Denn die Lebenswelt junger Menschen ist heute eine andere.

Digitale Elemente fließen immer wieder mit ein und die Tatsache, dass sich Erich Kästner schon 1929 in seinem Roman mit einem modernen Frauenbild beschäftigt hat, wird in der Neuinszenierung weitergedacht. So ist Pony Hütchen in der Bühnenadaption nicht mehr Emils Cousine, sondern seine bes­te Freundin, die aktiv mit ihm auf Verfolgungsjagd geht. Alida Bohnen (Pony) und Benjamin Vinnen (Emil) wechseln zwischen digitalen und analogen Szenen, zwischen musikalischer Untermalung und Schauspiel. Ein Vergnügen für die ganze Familie mit Kästners unvergessenem Appell: „Lasst euch die Kindheit nicht nehmen!“.

Karten für den Krimiklassiker für Jung und Alt sind unter (04141) 40 91-40 sowie im Internet unter www.stadeum.de erhältlich.