Europawahl am 9. Juni: Vor der Europameisterschaft gilt, das Demokratische muss in die Wahlurne, danach bei der Fußball-EM der Ball ins Eckige   Foto: Buissin/EP

LANDKREIS sh ∙ „Diese Wahl zum Europäischen Parlament ist richtungsentscheidend. Wir müssen hier ein klares Zeichen setzen“, sagt Landrat Thorsten Krüger zur am morgigen Sonntag anstehenden Wahl zum Europaparlament. Er ruft alle Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Cuxhaven auf, ihr wertvolles Wahlrecht zu nutzen: „Alle sind eingeladen, die Demokratie mitzugestalten. Die Wahlen sind dafür unerlässlich.“
Gerade für die Zukunft der europäischen Gemeinschaft in Zeiten von Wirtschaftskrisen, Krieg und Extremismus. Jeder Wahlberechtigte hat die Chance, „sein“ Europa mitzugestalten. Aber auch die ebenfalls am Sonntag stattfinden Wahlen in Lamstedt und an der Wurster Nordseeküste haben auf das direkte Lebensumfeld eine große Bedeutung.

Da bei der diesjährigen Europawahl erstmalig ab 16 Jahren gewählt werden kann, ist die Zahl der Wahlberechtigten im Vergleich zur letzten Wahl zum Europäischen Parlament um 300 auf 161.347 Wahlberechtigte gestiegen. In Niedersachsen treten 34 Parteien und Wählervereinigungen an. Im Gegensatz etwa zur Bundestagswahl hat jeder nur eine Stimme, mit der er eine Partei oder sonstige politische Vereinigung wählen kann. Und es gibt keine Fünf-Prozent-Hürde.

Die Kandidaten aus Niedersachsen

Prominentester Kandidat dürfte David McAllister sein, der für die niedersächsische CDU auf Platz 1 der Landesliste als Spitzenkandidat ins Rennen geht. Weitere aussichtsreiche CDU-Kandidaten sind Lena Düpont (Nord- ostniedersachsen), Jens Gieseke (Osnabrück) und Jochen Steinkamp (Oldenburg). Alle anderen Parteien haben Bundeslisten aufgestellt. Spitzenkandidaten für Niedersachsen der SPD sind Bernd Lange und Tiemo Wölken mit den Plätzen 4 und 12, auf Platz 33 liegt mit 22 Jahren die jüngste Kandidatin der Sozialdemokraten – Kirsti Elle aus Wremen. Bei den Grünen erhofft sich Katrin Langensiepen mit Platz 7, bei der FDP Jan-Christoph Oetjen mit Platz 5 und bei den Linken Marianne Esders mit Platz 19 einen Einzug ins EU-Parlament. Für die AfD kandiert Anja Arndt auf Platz 13 der Bundeslis­te.

Aber auch zwei kommunale Wahlen rufen zur Urne. Für die Börde Lamstedt wird ein neuer Samtgemeindebürgermeister gesucht. Und für die Wurster Nordseeküs­te stellen sich vier Kandidaten zur Wahl des Bürgermeisters. Für die Börde Lamstedt tritt nur ein Kandidat an. Frank Springer ist bislang Ers­ter Samtgemeinderat in Hemmoor. An der Wurs­ter Nordseeküste treten vier Bürgermeister-Kandidaten an. Patricia Gerhardt für die SPD, Jörg-Andreas Sagemühl von der CDU, der parteilose Frank Chrzanowski sowie Harald Schade von der Bürgerfraktion Nordholz.