Heiß, trocken und laut: 60.000 Fans genossen die vier Tagein Wanhöden   Foto: Keuenhof

WANHÖDEN sh ∙ Das diesjährige Deichbrand- Festival war laut, heiß und ungeheuer schön. Dazu bestens besucht und für ein Festival dieser Größe zudem nahezu ohne störende Randale. Was dazu führte, dass sozusagen mit dem letzten Ton der Vorverkauf für den Deichbrand 2025 begann. Man darf sicher sein, auch dann wird es wieder laut, heiß und ungeheuer schön. Am ersten Tag waren schon 15.000 Karten für 2025 verkauft. Das wird wieder ein Sommer-Highlight im Cuxland.

Vorher gilt es allerdings ein Fazit 2024 zu ziehen. Mit 60.000 Besuchern war das Festival 2024 wieder ausverkauft. 125 Bands und Einzelkünstler spielten auf fünf Bühnen. Wasser spielte eine große Rolle, allerdings nicht von oben. Vom Eimer bis zum Pool bestand die Möglichkeit auch ohne den an sich obligatorischen Regen die Körpertemperatur herunterzufahren. Mit Aqua-Fitness gelang das besonders gut. Ein „Supermarkt“ auf dem Gelände versorgte die Besucher rund um die Uhr und zahlreiche „Workshops“ ließen lernwillige Fans unter anderem in die Welt von Bier-Yoga und Hoop-Dance eintauchen. Und weil Deichbrand-Besucher nicht nur in der Welt der Partys und Musik leben, konnte man auch an einem Reaktionstraining gegen diskriminierende Parolen teilnehmen.

Natürlich war da noch was. Die Musik nämlich. Die folgte dem Motto des Veranstalters. Deren Ziel ist es bekanntlich, ein Musikfestival für die Region zu sein, das alle Altersgruppen anspricht. Junge und Junggebliebene konnten sich auch dieses Jahr wiederfinden. Nur Schlager sind traditionell nicht beim Deichbrand zu hören.
Es tummelten sich bislang regionale Künstler neben Stars wie Nina Chuba, „Tokio Hotel“, Cro oder „Kings of Leon“. Auf dem Programm standen nationale und internationale Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Hip-Hop, Electro, Pop, Rock, Alternative, Indie und Metal. Die Indie-Pop-Band Provinz zählte dabei zu den absoluten Publikumslieblingen. Und Rapper Cro brachte eine Hüpfburg mit auf die Bühne. Auch die Auftritte der deutschen Rapcrew 01099, von Peter Fox sowie Alligatoah waren heiß begehrt. Und beim Act von „Culcha Candela“ war definitiv das Bühnenzelt zu klein.

Ein Gewitter war angekündigt, blieb aber über den Jadebusen hängen. Was auch hängen bleibt, ist die Tatsache, dass dieses Festival zum Cuxland gehört, wie das Wasser selbst. Es muss nur nicht von oben kommen. Auf das Deichbrand Festival 2025.