Eine strahlende Siegerin. Schon nach ihrem ersten fehlerfreien Ritt, war Karin Martinsen mit „Tailormade Conita Blue“ die Freude anzusehen Foto: tw

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Das war ein Sieg nach Maß. Als erste legte Karin Martinsen aus Schweden mit ihrer Stute „Tailormade Conita Blue“ beim Großen Preis des Landkreises Cuxhaven und der Weser-Elbe Sparkasse einen Nullfehler-Ritt hin. Bei einem Starterfeld von 31 Paaren, waren es am Ende neun, die ebenfalls den Parcours fehlerfrei zurücklegten.

Beim darauffolgenden Stechen ging es dann sozusagen von der Poolposition zum Sieg, wie der Stadionsprecher am Ende sagte. Denn als erste legte das Duo Martinsen/„Tailormade Conita Blue“ mit einem fehlerfreien Ritt über den Parcours in 43,12 Sekunden die Latte für die nachfolgenden Paarungen ziemlich hoch.
Es folgte Patrick Stühlmey­er, der mit seinem ­Hengst „Baloutaire“ einen ebenfalls rasanten Ritt mit null Fehlern hinlegte, sich aber am Ende mit 43,29 Sekunden mit dem zweiten Platz begnügen musste. Ihnen folgten mit ebenfalls fehlerfreiten Runden Tobias Schwarz mit „Fine“ auf Platz drei und Lucia Voss mit „Hagrano“ auf Platz vier.

Ein erfolgreiches Rennen auch für den Schirmherrn der Veranstaltung, Paul Schockemöhle, belegten die ersten drei Plätze doch alles Pferde, die seinem Gestüt Lewitz entstammen. Auch im Deister-Spring­pferdechampionat, das nach seinem Erfolgspferd Deister benannt wurde und bei dem die besten vier-, fünf- und sechsjährigen Pferde gekürt werden, war unter anderem bei den erstplatzierten Pferden sein Name im Spiel.

Auf erfolgreiche vier Tage schaut auch der neue Turnierchef Moritz Friemelt zurück. „Es lief sehr gut, wir hatten deutlich mehr Starterzahlen als in den Jahren zuvor, deutlich über 2.000.“ Bei strahlendem Sonnenschein war auch der Zuschauerzuspruch sehr gut. „Und durch das gut besetzte Starterfeld, gab es sehr guten Reit­sport in Dressur und Springen zu sehen.“

Obwohl es sein erstes Turnier als Vorsitzender des Unterelbeschen Renn-, Reit- und Fahrvereins war, sei der Unterschied nicht sehr groß gewesen. Und das nicht nur weil er bereits in seinen Jahren als zweiter Vorsitzender alle Abläufe kennenlernte, sondern auch, „weil wir im Vorstand ein gutes Team sind, mit vielen tollen ehrenamtlichen Helfern“. Sein Highlight des Turniers waren „die vielen positiven Begegnungen, der positive Zuspruch von allen Seiten, ob von den Reitern, Zuschauern oder Sponsoren“.

Das beim Dobrock-Turnier ganz selbstverständlich Profisport auf ländliche Reiterei trifft, zeigten zum Abschluss auch die Ehrungen der erfolgreichsten Reitvereine des Turniers, die mit ihren Reitern die bes­ten Plätze in den verschiedensten Amateurprüfungen belegten. Der erste Platz ging in diesem Jahr an den Reitclub Land Hadeln, gefolgt vom Reitverein Bülkau und dem Reitverein Ihlienworth. Da ihre Pferde bereits den verdienten Rückweg angetreten hatten, machten die siegreichen Reiterinnen aus der Not eine Tugend und liefen voller Freude selbst eine Ehrenrunde. Das perfekte Ende für ein erfolgreiches Reitturnier.
Alle Ergebnisse unter www.dobrock-turnier.de.