David McAllister Foto: tw
BRÜSSEL/LANDKREIS re ∙ Die Europäische Kommission hat einen Aktionsplan veröffentlicht, um den einzigartigen Herausforderungen gerecht zu werden, mit denen sich die Windkraftindustrie konfrontiert sieht. Dieser soll gewährleisten, dass die Energiewende und die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen Hand in Hand gehen.
Der Aktionsplan enthält Sofortmaßnahmen, die von der Kommission, den Mitgliedstaaten und der Industrie gemeinsam ergriffen werden müssen. Er baut auf bestehenden Strategien und Rechtsvorschriften auf und konzentriert sich auf sechs Hauptbereiche:
• den beschleunigten Ausbau durch bessere Berechenbarkeit und schnellere Genehmigungsverfahren,
• ein verbessertes Auktionsdesign,
• den vereinfachten Zugang zu Finanzmitteln,
• ein faires und wettbewerbsorientiertes Umfeld,
• groß angelegte Kompetenzpartnerschaften für erneuerbare Energien sowie
• eine Beteiligung der Industrie und eine grundlegende Verpflichtung der Mitgliedstaaten.
Dazu erklärt der Europaabgeordnete David McAllister (CDU, Foto: tw): „Die Europäische Union will bis zum Jahr 2030 einen Erneuerbare-Energien-Anteil von mindestens 42,5 Prozent erreichen. Dafür braucht es weiterhin eine massive Erhöhung der in der EU installierten Windkraftkapazitäten. Stattdessen sieht sich der Windkraftsektor mit unzureichender wirtschaftlicher Nachfrage, langsamen und komplexen Genehmigungsverfahren, mangelndem Rohstoffzugang, hohen Rohstoffpreisen sowie unrentablen nationalen Ausschreibungen konfrontiert. All dies passiert vor einer Kulisse des stetig steigenden internationalen Wettbewerbsdrucks. Es ist also höchste Zeit, dass die Europäische Kommission ihren Worten Taten folgen lässt und sicherstellt, dass der europäische Windkraftsektor wachsen kann und seine Abhängigkeit von externen Lieferanten verringert. Denn ohne eine starke industrielle Basis kann es keine erfolgreiche industrielle Transformation geben.“