Die Küstenschwalbe ist eine Rekordhalterin unter den Zugvögeln Foto: Arndt
CUXHAVEN re ∙ Es rauscht, flattert und ruft über dem Wattenmeer: Der Himmel ist voller Reisender und die Küste voller Gäste. Millionen von Zugvögeln kehren jährlich im Herbst zurück aus den arktischen Brutgebieten und sammeln im Wattenmeer neue Kraft für ihre Weiterreise in den Süden.
Vom 10. bis 18. Oktober verwandeln die 18. Zugvogeltage die niedersächsische Nordseeküste in eine Bühne für die Reisenden des Himmels. Das Wattenmeer-Besucherzentrum Cuxhaven lädt dazu ein, diese faszinierenden Tiere aus nächster Nähe zu erleben mit Beobachtungstouren, Führungen ins Watt, Vorträgen und Begegnungen mit Expertinnen und Experten, die ihre Leidenschaft für die Zugvögel teilen.
So ist am Dienstag, 13. Oktober, die Vogelexpertin Silke Hartmann – die als „die Vogelguckerin“ online Menschen für Vögel begeistert – hier zu Gast und erzählt ab 18.30 Uhr wie Zugvögel ihren Weg finden und wie man das Naturwunder des Vogelzugs selbst erleben kann. Was treibt die Vögel an, und wie schaffen sie es, diese enormen Leistungen zu vollbringen? In ihrem Vortrag „Tausende Kilometer ohne Navi: Das Wunder des Vogelzugs verstehen und erleben“ geht sie diesen Fragen nach und stellt dabei unterschiedliche Zugvögel und ihre Strategien vor, unter anderem auch die Küstenseeschwalbe, Titelvogel der diesjährigen Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.
Die Küstenseeschwalbe ist eine absolute Rekordhalterin unter den Zugvögeln: Sie legt auf ihren jährlichen Wanderungen zwischen ihren Brutgebieten im hohen Norden und ihren Überwinterungsplätzen in der Antarktis Distanzen von mehreren zehntausend Kilometern zurück.
Der Eintritt kostet fünf Euro. Anmeldungen nimmt das Besucherzentrum telefonisch unter (04721) 700 70-400 oder per E-Mail an wattbz@cuxhaven.de entgegen.
Das komplette Programm der Zugvogeltage ist auf www.nationalpark-wattenmeer.de/besuchen/infozentren/unesco-weltnaturerbe-wattenmeer-besucherzentrum-cuxhaven und auch unter www.zugvogeltage.de zu finden.