Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne (2.v.r.) überreichte die Urkunde an Badleiter Sascha Bange, Oberbürgermeister Uwe Santjer und Kurdirektor Olaf Raffel (v.l.) Foto: tw
CUXHAVEN tw/re ∙ Es war fast so etwas wie ein kleines Geburtstagsgeschenk. Am 1. November 2019 trat Uwe Santjer sein Amt als Oberbürgermeister an. Und auf den Tag genau sechs Jahre später kam Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne am vergangenen Samstag ins Nordseeheilbad, um an Santjer, Kurdirektor Olaf Raffel und Badleiter Sascha Bange eine Urkunde zu überreichen, die die Höherprädikatisierung als „Nordsee- und Thalassoheilbad Cuxhaven“ bestätigt, als zweiter Kurort in Deutschland – nach Norderney – der diese Auszeichnung tragen darf. Damit würdigt das Land Niedersachsen die herausragende Gesundheitskompetenz und die kontinuierliche Entwicklung Cuxhavens als Destination im Bereich Thalasso, Prävention und Kurwesen.
„Ein wichtiger und sehr bedeutender Meilenstein in Sachen Gesundheitstourismus und ein tolles Zeichen für die Attraktivität unserer Küstenregion“, sagte Minister Tonne bei der Übergabe der Urkunde, die passenderweise im Thalassozentrum „ahoi!“ in Duhnen stattfand. Dieses Ziel zu erreichen, gelinge jedoch nur durch harte Arbeit und Engagement, betonte er. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie hier Natur, Gesundheit und Tourismus zu echten Standortvorteilen verknüpft werden. Durch die konsequente Ausrichtung auf Thalasso und die Nutzung ortsspezifischer Heilmittel wie Meerwasser, Meersalz, Algen und Schlick bietet Cuxhaven ein einzigartiges Erlebnis für Besucherinnen und Besucher.“
Oberbürgermeister Santjer freute sich sichtlich über die Auszeichnung für Cuxhaven, machte aber auch deutlich, wem diese Auszeichnung zu verdanken sei. „Das höchste Prädikat als Nordsee- und Thalassoheilbad ist ein großartiger Erfolg für unsere Stadt und ein verdienter Lohn für das jahrzehntelange Engagement vieler Menschen, die Cuxhaven zu dem gemacht haben, was es heute ist: ein Ort, an dem Gesundheit, Natur und Lebensqualität auf einzigartige Weise zusammenfinden“, sagte er. „Ich danke allen Beteiligten – von der Verwaltung und den politischen Gremien über die Nordseeheilbad Cuxhaven GmbH bis zu unseren medizinischen und touristischen Partnern – für ihren unermüdlichen Einsatz. Diese Auszeichnung ist Ansporn, unseren Weg mit Leidenschaft und Verantwortung weiterzugehen.“
Eine Person hob er noch einmal besonderes hervor: Kurdirektor Olaf Raffel, Geschäftsführer der Nordseeheilbad Cuxhaven, der ebenfalls an einem 1. November, jedoch vor vier Jahren die Stelle von Erwin Krewenka übernahm. „Mit seiner Kompetenz und seinen Kontakten hat er unsere Stadt und den Tourismus weiterentwickelt“, sagte Santjer anerkennend.
Über „die höchste Prädikatisierung, die es im Tourismus in Deutschland gibt“, freute sich auch Olaf Raffel sichtlich. Bescheinige diese doch nicht nur „dass wir natürliche Heilmittel haben, sondern diese auch zur Anwendung bringen“. Für Cuxhaven sei die Auszeichnung ein starkes Signal. „Sie bestätigt, dass wir seit Jahren konsequent in Qualität, Nachhaltigkeit und medizinische Kompetenz investieren und dass unser Engagement für gesundheitsbewussten Urlaub an der Nordsee weit über die Region hinausstrahlt.“
Die Auszeichnung sei aber auch Verpflichtung das Thalassozentrum weiterzuentwickeln. „Das ist aber nicht aus der Portokasse zu bezahlen“, sagte er in Richtung Minister Tonne.
Die staatliche Prädikatisierung „Nordsee- und Thalassoheilbad“ ist ein bundesweit anerkanntes Gütesiegel, das bestätigt, dass ein Ort über natürliche Heilmittel verfügt, diese medizinisch und therapeutisch fachgerecht nutzt und die strengen Anforderungen an Infrastruktur, Hygiene, medizinische Versorgung und wissenschaftliche Begleitung erfüllt.
Im Vorfeld hatte die Stadt Cuxhaven dafür in einem aufwendigen Verfahren zahlreiche Gutachten und Prüfungen durchlaufen. Bioklimatische Analysen belegen das gesunde Hochseeklima mit idealen Werten für Sonnenstunden, Windverhältnisse und Luftreinheit. Luftqualitätsgutachten bestätigen die außergewöhnliche Reinheit der Seeluft und ihren positiven Einfluss auf Atemwege und Immunsystem. Auch Meerwasser- und Schlickanalysen sichern die therapeutische Eignung der natürlichen Heilmittel, die regelmäßig überprüft werden. Damit erfüllt Cuxhaven sämtliche Voraussetzungen, die für die doppelte Prädikatisierung als Nordsee- und Thalassoheilbad erforderlich sind.
Zentraler Ort der Anwendungen ist das Thalassozentrum „ahoi!“ in Duhnen. „Im Thalassozentrum ‚ahoi!‘ bieten wir unseren Gästen ein umfassendes Spektrum an Thalasso Anwendungen, von klassischen Meerwasserbädern und Algenpackungen bis hin zu individuell abgestimmten Bewegungstherapien direkt am Meer. Besonders freut uns in diesem Jahr die Premiere unseres krankenkassengeförderten Präventionskurses, der bereits großen Anklang fand. Hier können Teilnehmende gezielt ihre Gesundheit stärken, Prävention aktiv erleben und von den therapeutischen Effekten des maritimen Klimas profitieren. Alles unter fachlicher Begleitung unseres erfahrenen Teams“, erklärt Sascha Bange.