Das Team des Café Solferino freut sich, dass es Anfang November endlich losgeht: v.l. Nico Schiller, Dominic Haustedt, Gunbritt Krekeler und Harald Katzinski Foto: tw
NORDHOLZ tw ∙ Es ist der erste Baustein in einem neuen Angebot des DRK-Wesermünde – das Inklusionscafé Solferino, das Anfang November im Rahmen der Werkstattalternative (WATT) für Menschen mit Handicap im Regionalen Versorgungszentrum in Nordholz eröffnet wird. Oder wie DRK-Kreisgeschäftsführer Henning Dageförde bei einem Pressegespräch bei der DRK in Schiffdorf sagte: „Es ist für uns in großer Meilenstein.“
Die Werkstattalternative des DRK Wesermünde hat sich das Ziel gesetzt, geförderte Arbeitsplätze für Menschen mit Handicap anzubieten, um sie durch die Beschäftigung in ihren Angeboten fit für den ersten Arbeitsmarkt zu machen und das in Bereichen „bei denen wir die Menschen zusammenführen“. Und das passiere in einem Café zwangsläufig.
Insgesamt sollen mit dem neuen Angebot 60 Arbeitsplätze entstehen. „Ideen haben wir schon viele“, so Fachbereichsleiter Jan Kuhlmann, der betonte, dass es sich um „normale Arbeitsplätze in einem Betrieb handelt, der wirtschaftlich arbeiten muss“. Für Gunbritt Krekeler, Teamleiterin des Café Solferino ein Schritt in die richtige Richtung. Am Montag trafen sie sich mit den drei neuen Mitarbeitern Dominic Haustedt, Harald Katzinski und Nico Schiller zur Unterzeichnung des Arbeitsvertrags in der DRK in Schiffdorf.
„Wunderbar, jetzt ist es offiziell“, freute sich Kuhlmann. Und damit ist er nicht allein. „Ich freue mich, dass es endlich losgeht“, so Harald Katzinski, sieht er doch einen Sinn darin, „Menschen zufriedenzustellen und ihnen eine Freude zu machen.“ Die Arbeit in einem Café ist für ihn Neuland. Als er darauf angesprochen wurde, ob er mitmacht, hat er es sich angeschaut, und musste, nachdem er Grunbritt Krekeler kennengelernt hatte, nicht lange überlegen. „Das passte gleich“.
Dominic Haustedt fand nach 15 Jahren bei den Elbe Weser-Werkstätten, dass es Zeit für etwas Neues sei. „Da kam das Angebot genau richtig.“ Es ist vor allem der Umgang mit den Kunden auf den er sich freut, im Gegensatz zum „nur stumpf in der Werkstatt sitzen“.
Nico Schiller hat schon gastronomische Erfahrungen durch seine Arbeit bei der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) wo er als Koch in der Küche tätig war. Dass das Café jetzt endlich im November eröffnet, freut ihn sehr.
Die ersten Erfahrungen haben sie schon im Café vor Ort gesammelt, wurden dort doch schon einige Veranstaltungen und Sitzungen des DRK abgehalten. Der perfekte Testlauf bei dem das Solferino-Team auch keine Berührungsängste mit der Politprominenz zeigte, die ebenfalls schon zahlreich vorbeischaute, wie etwa der Niedersächsische Gesundheitsminister Andreas Philippi.
Und durch Gespräche mit Menschen vor Ort, die sich Interessiert anschauten was im Versorgungszentrum neues entsteht, weiß Kazinski, das ein Café mitten in Nordholz gebraucht wird, und auch schon nachgefragt wurde, wann es denn eröffnet. „Deswegen glaube ich, dass das Café gut anlaufen wird.“
Das Café Solferino ist montags bis freitags von 9 bis 15 Uhr geöffnet. Je nachdem wie sie die Nachfrage entwickelt, ist auch eine Erweiterung der Öffnungszeiten etwa am Wochenende geplant. Im Angebot sind neben warmen und kalten Getränken Natas (Portugiesische Blätterteigtörtchen mit Pudding) in verschiedenen Geschmacksrichtungen, belegte Brötchen und kleine Teigtaschen.